Samstag, die erste

In einer Sechs-Stunden-Schicht mit Gisela passiert so viel, da reicht ein Post gar nicht aus. Und da ich die nächsten Tage frei habe und eh nicht viel passieren wird, gibt es den Samstag dreigeteilt.

Gisela war heute wieder sehr familiär mitteilsam.
Sie schwärmte von der guten Beziehung zu ihrem ältesten Sohn (dem „Frauenschwarm“).
„Er erzählt mir ja alles, wir haben so eine gute Beziehung.“ Unter anderem erzählte er ihr offenbar auch, dass er mit seiner Freundin an einem Wochenende 36 Mal Sex hatte (ich frage mich nur, warum sie das MIR erzählt). „Und das stimmt, ich habe mitgezählt“ (Warum? Hast du nichts besseres zu tun? 36 Mal an einem Wochenende bedeutet Sex alle 1,3 Stunden. Und du hast die ganze Zeit mitgezählt? An der Stelle deines Sohnes würde ich mir Sorgen machen)

Irgendwie konnte ich letztendlich das Gespräch dann in eine andere Richtung lenken und wir landeten beim Thema Putzfrauen.
„Also ich hätte da zu wenig Vertrauen. Ich hätte immer Angst, dass sie in meinen Sachen rumkramt. Ich schließ ja schon mein Schlafzimmer ab, wenn meine Kinder allein zu Hause sind, damit die nicht dort rumwühlen.“ So viel zu guten Beziehung zu ihren Söhnen. Was bewahrt sie denn dort auf? Sexspielzeug? Oder Gefährlicheres?
Kurze Zeit später machte sie eine Bemerkung, die mir diesbezüglich etwas Angst macht:

„Feuerlöscher funktionieren wie Handgranaten. Einfach oben das Teil abziehen.“
Offenbar befindet sich Gisela gerade mitten im paramilitärischen Training.

Wenn ich ab Dienstag nicht mehr schreibe, wisst ihr, was passiert ist.