Gedankenzirkus

„Bitteschön, junges Frollein!“
Urks. Von Männern um die siebzig lasse ich mir diesen Satz ja gerade noch gefallen aber heute kam er von einer Frau Ende vierzig.
Aber sie war auch im Gespräch mit einem trockenen Alkoholiker und erzählte ihm, dass Alkohol doch die einzige Lösung sei. Von daher sollte ich sie wohl sowieso nicht ernst nehmen.

Dieser Tag war irgendwie seltsam und das, obwohl an sich nichts passiert ist. Nur ein bißchen Gedankenzirkus.
Heute Morgen zuerst allein im Büro und dann mit Frau Wintour zum Gespräch mit einer anderen Einrichtung.
Seltsame Menschen dort. Dann zurück ins Büro und von dort aus dann weiter in den Markt.

Zwischendrin hatte mir Gisela schon eine SMS geschrieben. Ich weiß immer noch nicht, woher sie meine Handynummer hat und irgendwie nervt mich diese Tatsache auch ziemlich. Ob es sich lohnt, deswegen den Prepaidanbieter zu wechseln?

Im Markt mal wieder Sommerfest vor der Tür. Der innere Kreis weitet sich offenbar aus, denn es werden immer mehr. Unter anderem eine Mutter mit ihrer fünfjährigen Tochter. Manchmal möchte ich einfach sämtliche Ämter informieren. Jugendamt, Ordnungsamt, Arbeitsamt, wegen mir auch noch Gesundheitsamt und auswärtiges Amt. Irgendwer kann da bestimmt was machen. Sprach die Optimistin in mir.
Zum Glück ist bald Winter.

Mike hat das Bedürfnis, sich mit mir anzufreunden. Ich allerdings nicht. Und ehrlich gesagt, ist mir sein Privatleben auch herzlich egal. Seine letzten Abstürze interessieren mich nicht, was mit seiner besten Freundin ist, ebenfalls nicht. Manchmal wäre ich gern weniger freundlich und gut erzogen (ich weiß, Frau Wintour zweifelt zumindest an ersterem 😉 aber bei Menschen, die Ironie nicht verstehen, kann ich sie auch nicht anwenden. Das wäre zum einen sinnlos und zum anderen überheblich.

Auf dem Heimweg bin ich dann noch an der Praxis von Frau Dr. Maria Krohn vorbei gefahren.