Ich bin frei

Nachdem Frau Mutter mich gestern fragte, warum in meinem Blog derzeit Ebbe herrscht, versuche ich nun, mich zurück zu melden.
La Pecorella bereitet gerade – wie es sich für eine gute Ehefrau gehört 😉 – das Abendessen vor und ich nutze den Moment der Ruhe.
Seit einer gefühlten Ewigkeit bin ich jetzt nicht mehr im Markt (tatsächlich sind es nicht mal zwei Wochen) und obwohl meine jetzige Arbeit wesentlich anstrengender und anspruchsvoller ist, fühle ich mich deutlich wohler.
Obwohl… näher betrachtet vermutlich gerade deswegen.
Ich vermisse nicht viel aus dem Markt, eigentlich nur Iris und den Personalrabatt. In letzter Zeit habe ich ja etwa dreißig Stunden die Woche gearbeitet.
Dreißig Stunden:

„Guten Tag.“
Piep piep piep piep
„Das war’s bei Ihnen?“
„20,78 bitte.“
„Und 29,22 zurück.“
„Auf Wiedersehen und einen schönen Tag noch.“

Allein auf Gesprächsebene gab es also deutlich positive Entwicklungen.

In der letzten Zeit war ich im Markt auch meistens allein, jetzt arbeite ich meistens mit Frau Wintour (ich überlege seit längerem, ob sie nicht eigentlich mittlerweile einen neuen Namen verdient hat aber da ich nach wie vor häufig mit Dingen hinter ihr her laufe, darf sie die Namensvetterin behalten. Aber sie ist netter. Meistens.)

Ich bekomme ein Pauschalgehalt, egal wie viel ich arbeite (Frau Bolte wusste vermutlich, dass zu wenig arbeiten nicht vorkommen wird), das heißt, ich bekomme sicher am Ende des Monats meine 400 €. Auch das ist mehr als ich im Markt hatte. Und für deutlich sinnstiftendere Arbeit.

Ansonsten sitze ich an meiner Bachelorarbeit  sollte ich dringend Motivation finden, um Literatursichtung zu betreiben. Weniger als zwei Monate. Am 28.06. ist Abgabetermin. An sich bin ich ja immer besser unter Druck aber da ich mir vorgenommen habe, noch ein Interview zu führen und ich dafür eventuell Fragen bräuchte, funktioniert das mit dem Druckaufbau durch Zeitnot dieses Mal nicht. Das Fachwort heißt Prokrastination.
Wenn jemand hilfreiche (!) Tips hat, nehme ich sie gern entgegen.

Ja, das war es – etwas unzusammenhängend – für heute von mir, ich versuche, in nächster Zeit wieder öfter zu schreiben. Unter anderem habe ich auch noch ein paar Geschehnisse aus dem Markt nachzutragen.