Liegengebliebenes

Der Zweitlaptop (wie dekadent, ich weiß… eigentlich sogar Drittlaptop aber das Gerät aus den Anfangszeiten der tragbaren Computer zähle ich nicht mit) führt eine Plattenbereinigung durch (veranschlagt waren 94 Minuten, mittlerweile habe ich die Befürchtung, dass ich mich verlesen habe und da Stunden stand), da er einen Virus hat, La Pecorella spielt PS3, bis zum Dschungel (ja, ich gestehe) sind es noch gute anderthalb Stunden, also ist es an der Zeit, ein paar Fundstücke nachzutragen.

Mittlerweile besitze ich ja einen Blog-Block und für längere Reisen ein Notizbuch aber bis es soweit war, habe ich alles auf kleine Zettel notiert. Das liegt vor allem daran, dass ich im Markt mit Schreiben begonnen habe.
Und ab und zu finde ich dann ein paar vergessene Zettelchen wieder.
Wie zum Beispiel den mit der Aufschrift:

„Dank an den Erfinder der Prepaidkarten. Der Satz: „Ich muss auflegen, ich hab kein Guthaben mehr“, hat mich schon oft vor einem Mord bewahrt.“

Oder „Tafel-Quiz“: hinter mir in der Straßenbahn saßen zwei jüngere Männer. Und wie bei einem Auto-Quartett fragte der eine den anderen
„Wie viele Leute werden in unserer Stadt von der Tafel versorgt?“
„Wie viele Tonnen Lebensmittel werden täglich ausgegeben?“
„Wie viele Spender gibt es?“
usw., usw.

Dann war da noch der junge Mann im Zug in Richtung Heimat. Eng anliegendes Muscle-Shirt, gestylt, rosa Rollenkoffer, Klingelton in Sphärentönen… ja, ich gebe zu, manchmal denke ich in Schubladen. Und dann ging er ans Telefon: „Joa, isch sids hior im Zuuch. Nää’sch steich glei aus. No, kömmer machn. Bis dann.“

Und Gisela hat übrigens neben dem Beate Uhse-Einkaufschip auch noch einen Ed-Hardy-Schlüsselanhänger. Und seit ich festgestellt habe, das sie den gleichen SMS-Ton hat wie ich, habe ich einen anderen.